Sex nach 30
Mit 22 wusste ich nicht viel über meinen Körper, aber er hat einfach funktioniert. Mit 32 weiß ich viel mehr, und gleichzeitig fühlt sich plötzlich alles anders an. Beides darf sein.
Lust verändert sich. Sie verschwindet nicht, sie zieht um. Wer nicht weiß, dass das normal ist, hält die Verschiebung für ein persönliches Defizit. Und das ist die eigentliche Verletzung.
Was sich hormonell ab 30 verschiebt
Östrogen und Progesteron beginnen subtil zu schwanken, schon Jahre vor der Perimenopause. Die Phasen, in denen du dich besonders gut spürst, werden kürzer und intensiver. Die Phasen, in denen du dich entkoppelt fühlst, werden auch intensiver. Beides gehört zur sich verändernden Hormonkurve.
Körperbild, die zweite Pubertät
Mit 30 schaut man manchmal in den Spiegel und erkennt sich nicht mehr ganz wieder. Nicht weil etwas falsch ist, sondern weil das Mädchen langsam geht und die Frau noch nicht ganz angekommen ist. Diese Übergangsphase ist nicht kosmetisch, sie ist identitär. Und sie wirkt sich direkt auf die Lust aus.
Was du jetzt tust, ist Selbstführung.
Wenn du dich gerade an einer Stelle wiedererkennst: schreib es auf. Nicht für eine Therapeutin, nicht für eine Freundin, erstmal nur für dich.
Wenn dein Körper anders reagiert als früher, ist die einzige sinnvolle Antwort: ihn neu kennenlernen …
Was bei mir geholfen hat, was nicht, und welche Gespräche mit anderen Frauen mich gerettet haben, erzähle ich dir hier offen …
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